Schon sehr frühzeitig hat der Mensch die Erfahrung gemacht, dass er in der Gemeinschaft stärker ist. Ob beim Jagen durch genau abgestimmte Zusammenarbeit oder in den Dorfgemeinschaften, z.B. durch das gemeinschaftliche Einbringen der Ernte. Man ergänzte sich in seinen Fähigkeiten und unterstützte sich gegenseitig. Mit wachsendem Erfolg. Aus diesem Gedanken, gemeinschaftlich zu handeln, wuchs auch die Idee, sich gegenseitig zu schützen.

Einer für alle. Alle für einen. Als die Gilden im Frühen Mittelalter gegründet wurden, gab es keinen Sozialstaat, keine gesetzlichen Absicherungen in Notfällen, keine Paragraphen, die im Berufs- und Wirtschaftsleben die Interessen des Einzelnen schützten. Selbsthilfe war die beste Hilfe. Die Gilden entstanden zunächst als standesorientierte Schutzgilden, dann auch als berufsständisch ausgerichtete Zunftgilden. Später spielten in vielen Dorfgemeinschaften die Brandgilden eine große Rolle. Denn die Vernichtung der Hofgebäude oder der gesamten Ernte durch einen Brand war ein Verlust, den der Einzelne nicht aus eigener Kraft überwinden konnte.


Als ein Zusammenschluß gleichberechtigter Mitglieder gewährt die Gilde Schutz und leistete in Notfällen materielle Hilfe. Dieses Gefühl der engen Verbundenheit fand in den Gilden außerdem Ausdruck in geselligen Kontakten und festlichen Aktivitäten.

Burg-Süderhastedter Gilde

Stubbenberg 36

25712 Buchholz

Tel. 04825 7585

E-Mail: info@bs-gilde.de